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Verarbeitung |Untergrund |
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1. UNTERGRUND-PRÜFUNG
Grundregel:
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Untergründe für Tapezierarbeiten müssen trocken, tragfähig,saugfähig, sauber, neutral und glatt sein.
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|  | Feuchtigkeit...
bei Putz und Beton mit Folienprobe ermitteln. Feuchtigkeit ist am
nächsten Tag in Form von Kondenswasser hinter der Folie sichtbar.
Austrocknen lassen!
Bei baute chnisch bedingter, z.B. aufsteigender oder durchschlagender Feuchtigkeit ist eine Tapezierung unmöglich. | Oberflächenfestigkeit...
der Oberfläche durch Kratz-Probe mit einem spitzen Gegenstand prüfen. Kratzstelle darf bei mäßigem Druck nicht ausplatzen. Die Daumennagel-Probe sollte keine Druckstelle hinterlassen. Bei Abreiben darf an der Hand kein nennenswerter Abrieb entstehen.
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Kreidende Altanstriche mit Wasser gründlich abwaschen.
Alte Dispersionsfarben-Anstriche mit dem Klebeband-Test auf ihre Tragfähigkeit prüfen und gegebenenfalls entfernen. Solche und andere nicht tragfähige Untergründe sind mit einem geeigneten Grundiermittel zu festigen.
Saugfähigkeit durch Benetzen mit Wasser prüfen. Nicht saugender Untergrund: Wasser perlt ab (anschleifen oder anlaugen). Zu hohe Saugfähigkeit: Sofortige dunkle Verfärbung.
2. UNTERGRUND-VORBEREITUNG
Alte Tapeten
und Beläge restlos entfernen. Tapetenablöser dem Wasser zusetzen,
einwirken lassen (evtl. wiederholen) und Tapete abziehen. Oder dem
Einweichwasser 5-10% Kleister zusetzen (das Wasser wirkt dadurch länger
auf die Tapete ein).Waschbeständige Tapeten vorher anschleifen oder
perforieren. Auf der Wand verbleibendes Trägerpapier von spaltbaren
Tapeten nur übertapezieren wenn es fest haftet. Werden
Wasserdampf-undurchlässige Tapeten (z.B. Metalltapeten) verklebt, sind
alle Trägerpapiere zu entfernen.
Öl- und Lackfarbenanstriche
sowie Schalöle auf Beton eignen sich nicht als Tapezier-Untergrund.
Gerade bei spannungsstarken Tapeten können sich die Bahnkanten lösen -
auch bei Verwendung von Dispersionsklebern.
Anstriche mit Anlaugmitteln aufrauhen und mit Wasser nachwaschen.
Zusätzlich ist bei diesen Untergründen ein Haftbrücken-Anstrich und das
Vorkleben einer Rollenmakulatur zu empfehlen.
3. GRUNDIERUNGEN, UNTERGRUND-VORBEHANDLUNG
Grundregel:
1. Grundanstrichstoffe sollen in Untergründe eindringen, starke Saugfähigkeit mindern bzw. unterschiedliche egalisieren.
2. Sie sollen für eine gute Haftung bei nachfolgenden Tapezier- und Klebearbeiten sorgen.
3. Sie sollen leicht sandende Putze festigen, und
4. auf Gipskartonplatten ein Aufweichen der Oberfläche verhindern, damit sich später die Tapeten leichter ablösen lassen.
5. Grundanstrichstoffe sollen den Untergrund nicht absperren.
6. Alle saugfähigen Untergründe, außer Holzwerkstoffe, sind aus
Gründen des Arbeitsschutzes und der Ökologie mit wasserbasierten
Grundbeschichtungsstoffen zu behandeln. |
Vorkleistern mit verdünntem Normal- oder Spezialkleister empfiehlt sich bei glatten, tragfähigen, aber sehr saugfähigen Untergründen. Nicht geeignet für sandende Putze.
Tapetenwechselgrund bewirkt,
dass Tapeten bei späteren Renovierungen trocken, bahnenweise abgezogen
werden können. Gerade bei wasser- und waschbeständigen Tapeten
sinnvoll, zumal diese Vorbehandlung auch nach mehrmaligem
Tapetenwechsel ihre Wirkung behält.
Wasserbasierender Tiefgrund
dient zur Verfestigung der Oberflächen, z.B. sandender Putze. Er eignet
sich für alle Untergründe, mit Ausnahme von Holzwerkstoffen.
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